Frantic Fork Playlist April 2015

Frantic Fork feat. Heiner Blum 04/15 by Frantic Fork on Mixcloud

Patrick Raddatz – The Jamz (unreleased)
Iron Curtis – Magnet (Office Recordings)
Chinaski – Futuresex (LARJ)
Ludwig Röhrscheid – Ceramic Girl (unreleased)
Cobblestone Jazz – Nothern Lights (ITISWHATITIS)
Cedric Dekowski – TM01 (unreleased)
TCB – Byrdmap (LARJ)
Frost & Einzelkind – Bye Honey (Pressure Trax)
Chinaski – Time to Kill (unreleased)

Studio Guest: Prof. Heiner Blum (HfG Offenbach/Institut für Klangforschung)

Prof. Heiner Blum

Bild: Prof. Heiner  Blum (2009)

Frantic Fork Playlist Dezember 2013

Frantic Fork Playlist Dezember 2013

In der letzten Sendung des Jahres gab es wieder mal Besuch bei Frantic Fork, die Studiogäste Matthias Vogt und Nicolas Jablinski von Polytone Recordings sprechen über ihre Arbeit als Künstler, Labelmacher und Veranstalter. Zudem haben die Beiden jedemenge Platten im Gepäck und stellen einiges aus dem Polytone Repertoire vor – unter anderem die gerade erst veröffentlichte Polytone 10, eine brandneue Split-EP mit einem Stück vom Detroit Urgestein Terrence Dixon und dem Wahlberliner Iron Curtis auf der Rückseite. Ausserdem das Interview mit Frivolous!

Die Sendung kann auf Mixcloud nachgehört werden.

1. Vessels – Eliptic (Barker & Baumecker Remix) [Cuckundoo]
2. Iron Curtis – Spirals [Polytone]
3. Neville Watson – Wired [Don’t Be Afraid]
4. Too Funk – Groovin‘ 11 [Ferox]
5. Golden – Panther [Not On Label]
6. Golden – Heartbeat [Not On Label]
7. YNK – The Joint [Polytone]
8. Tom Simmert & Philipp Triebel – Told You So [The Healing Company]
9. Akra – Pure [Rebirth]
10. Cassegrain & Tin Man – Sexkit [Killekill]
11. Deutschmann & Davenport – The Conspiracy [Polytone]
12. These Hidden Hands – When Told [Atom TM Remix]
13. Martin Patino – Solid Ground (Pezzner Remix) [Popcorn]
14. Frivolous – Bats At Twilight [30porumalinha / Less Iz More]
15. Matthias Vogt – Copying The Future [Polytone]
16. Daniel Avery – All I Need [Phantasy Sound]

polytone

Interview mit Joy Wellboy

Interview mit Joy Wellboy

Als wir vor einigen Wochen das Debüt-Album „Yorokobi’s Mantra“ des belgischen Duos Joy Wellboy hörten waren von vom ersten Moment an bezaubert. Ellen Alien schien es ganz ähnlich zu gehen als sie die Beiden für ihr Label Bpitch Control unter Vertrag nahm. Joy Adegoke und Wim Janssens verbinden klassisches Songwriting mit dezenter Elektronik zu einer ebenso abwechslungsreichen wie intimen Platte. In ihrer Heimat sowie im benachbarten Frankreich haben sie sich damit bereits einen sehr guten Ruf erspielt. Während eines Berlin Aufenthalts zu der Produktion ihres Videos sprachen mit den Beiden für ein Interview auf unserer Sendung auf Radio X. Unser Verdacht hat sich bestätigt. Die Beiden sind tatsächlich so sympathisch wie wir vermutet haben. Das Original-Interview in der Sendung kann auf Mixcloud nachgehört werden.

FF: Ich weiß, dass es nicht die spannendste Frage zu Beginn eines Interviews ist, aber ich denke in eurem Fall macht es Sinn nach dem Bandnamen zu Fragen. Wir wissen natürlich, dass sich der erste Teil auf Joys Vornamen bezieht, aber wofür steht „Wellboy“ eigentlich?

Joy: „Wellboy“ bezieht sich auf den Nick Cave Song „The Lyre Of Orpheus“ den wir beide sehr mögen. In dem Song fällt Orpheus in einen Brunnen weil Gott einen Hammer gegen seinen Kopf wirft. Das charakterisiert Wim auch irgendwie, er ist ein wenig der Brunnenjunge aus dem Song. Außerdem ist da die Doppelbedeutung zum englischen Begriff für „gut“, aber das alleine würde Wim nicht ausreichend beschreiben.

FF: Wo ist eigentlich das Cover-Foto zu eurem Album entstanden?

Wim: Es wurde im Badezimmer von Joys Großvater aufgenommen. Er hatte fast 60 Jahre in dem Haus gewohnt, bevor er in ein Altersheim kam. Und wir waren allein in dem Haus…

Joy: Wir haben auch noch einige Monate mit ihm gemeinsam dort gelebt und wir hängen sehr an dem Ort und an ihm. Als er dann wegging wollten wir gern ein Bild innerhalb des Hauses aufnehmen und haben nach einem Platz gesucht. Das Zimmer ist halt ziemlich einzigartig. Die Tapeten gehen bis über die Decke und ich liebe die Farben wirklich sehr.

Wim: Es ist ein wirklich schräger Platz. Wir haben es noch mit allerlei Sachen vollgestellt, die bei uns so rumstehen und der Raum strahlt diese eigentümliche, retro 70er Jahre Atmosphäre aus.

FF: Ich denke es ist kein Geheimnis zu verraten, dass ihr nicht nur auf der Bühne, sondern auch privat ein Paar seid. Wie ist ist der Workflow beim Komponieren, wenn man die ganze Zeit zusammen ist. Entstehen Songs am Frühstückstisch?

Wim: Wenn wir Songs schreiben beziehen die sich immer auf die Dinge die wir durchmachen. Die Sachen werden in die Stücke übersetzt, weil das einfach eine gute Art und Weise ist Emotionen zu verarbeiten. Es ist fast ein wenig wie sich gegenseitig Briefe innerhalb eines kleinen Zimmers zu schreiben. Ich kann fast ihre Gedanken hören, wenn sie anfängt zu singen und umgekehrt genauso.

Joy: Ich glaube wir wären kein Paar, wenn wir nicht gemeinsam Musik machen würden. Das ist für uns das Normalste und Natürlichste der Welt. Wir tun dies die ganze Zeit und es ist einfach so etwas wie unsere Verbindung.

FF: Was ich an Debüt-Alben immer interessant finde ist, wie der Kontakt zu den Labels entsteht. Wie war es bei euch? Wie habt ihr und Bpitch Control euch gefunden?

Joy: Ellen hatte zwei Videos von uns gesehen, das zu „What Baby“ und „The Movement Song“ die vor etwa einem Jahr entstanden. Daraufhin hatte sie uns via Facebook eine Nachricht geschickt die total sympathisch, herzlich und überhaupt nicht förmlich war – alles voller Smileys. Sie bot an sich bald mit uns treffen zu wollen, ich konnte den positiven Vibe spüren und hatte von Anfang an eine gutes Gefühl bei der Sache. Einige Tage später sind wir bereits ins Auto gesprungen und ganz aufgeregt von Brüssel nach Berlin gefahren.

FF: Für Mickey Remedy, einen Song vom Album den ich ebenfalls sehr liebe, wird es auch einen Clip geben meine ich ich gelesen zu haben…

Joy: Ja, für mich ist das einer der positivsten Songs auf dem Album. Der Text ist fröhlich, wir haben den Song in Amerika geschreiben, es war sonnig, der Himmel war blau und wir waren super glücklich. Es geht um Meerjungfrauen und Fantasie. Wir wollten als Nachfolger einen Gegensatz zu „Lay Down Your Blade“ bringen der aber ebenfalls sehr persönlich ist. Wir haben letzte Woche angefangen zu drehen und sind sehr glücklich mit dem Video und besonders dem Licht, das wir eingefangen haben. Ich glaube alle werden überrascht sein. Ende der Woche haben wir mit der Post-Produktion begonnen, es wird sehr bald fertig sein.

FF: Ich habe einige Live-Videos von euch gesehen und hatte den Eindruck, dass ihr zum Teil mit einem sehr minimalen Set-up spielt. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr eher in Konzert-Locations auftreten werdet, statt in Clubs. Stimmt das?

Wim: Wir haben zwei Set-ups. Das eine ist ein sehr kleines, intimes Set-up, das aus Gitarre, Looper und Gesang besteht. Das ist so die einfachste Art in der wir auftreten. Wir haben aber auch ein Set-Up in dem wir ebenfalls nur zu Zweit, jedoch mit wesentlich mehr Equipment unterwegs sind. Wir werden in einigen kleinen Venues, aber auch hoffentlich in ein paar größeren spielen, und tatsächlich eher auf Konzertbühnen als in Clubs.

FF: „Lay Down Your Blade“ ist ein toller Song für eine erste Single, und ich mag die auch die Zeile sehr gerne. Sie ist stark und lässt gleichzeitig eine Menge Raum für Interpretation. Wie ist der Text von euch aus gemeint?

Joy: Als wir den Song schrieben haben wir auf einen echt düsteren Dachboden gewohnt. Es war echt dunkel dort, man konnte nur die Wolken aber eben nicht die Leute auf der Straße sehen. Es war echt keine gute Zeit für uns. Manchmal arbeite ich sehr lange an Texten, aber bei „Lay Down Your Blade“ ging es in einem Rutsch und der Satz drückt vieles gleichzeitig aus. Es ist eine superfriedlliche Zeile.

Wim: „Lay Down Your Blade“ bedeutet eigentlich sich miteinander auseinanderzusetzen, nicht zu streiten und einen Ausweg zu finden. Bleib cool, lay down your blade…

Joy: Es ist auch ein hoffnungsvoller Song. Ich darin vieles ausgedrückt, dass mich aufmuntern, mir Kraft geben und besseren Zeiten entgegenblicken lassen sollte. Ich weiß, der Song klingt sehr düster, aber letztlich ist es auch ein sehr positiver Song.

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Frantic Fork Playlist August 2013

Frantic Fork Playlist August 2013

Hochsommer im Studio. Die Temperaturen des sonnigen Wochenendes hatten sicherlich einen Einfluss auf die Plattenauswahl die unser Studiogast Klaus Maier von Tactile Records für die zweite Ausgabe von Frantic Fork zusammengestellt hat. Außerdem sprachen wir ausführlich mit ihm darüber, welchen Herausforderungen ein Plattenladen sich in der heutigen Zeit zu stellen hat. Mit Edward McKeithen aka Jus-Ed hatten wir uns bereits einige Tage vorher während seines Gigs im Offenbacher Hafen 2 getroffen. Ergebnis ist ein, zugegebenermaßen nicht ganz kurzes, Interview mit dem Underground Quality Macher. Der Mann hat allerdings auch einiges zu sagen und wir hören ihm wahnsinnig gern zu. Die Sendung kann auf Mixcloud nachgehört werden.

Moderat – Bad Kingdom [Monkeytown]
Annie – Hold On [Pleasure Masters]
Anaxander – Leaving Illinois [Dame]
Willie Linda – Midnight [Heavenly Sweetness]
Dorothy Ashby – The Moving Finger [Cadet Records]
Donnie & Joe Emersson – Baby [Light In The Attic]
Yasuko Agawa – L.A. Nights [Blue Bird]
Andras Fox – Midnight Mover [Home Loan Records]
Jex Opolis – Sharing [Good Timin‘]
GB – The Seeeker [Gifted & Blessed]